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Werner Lampert » Prüf Nach! » Acht Grundwerte » Tierschutz

4. Tierschutz: artgerechte Haltung & österreichische Futtermittel

Gesunde Lebensmittel kommen von gesunden Tieren. Das Rezept: viel Bewegung, bestes Futter und regelmäßige Untersuchungen.

Tierschutz bedeutet, für das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere zu sorgen und ihr natürliches Verhalten zu fördern. Prüf Nach! definiert exakte Anforderungen für artgerechte Tierhaltung, Fütterung und Tiergesundheit. In Bereichen wie Weidehaltung und Futtermittel gehen diese sogar über die EU Bio-Verordnung hinaus.

Artgerechte Tierhaltung

Tiere sollen so leben, wie es ihrer Art am besten entspricht – von der Bewegung über Sozialkontakte, Luft, Licht und Lärm bis zur Betreuung. Für die Weidehaltung schreibt Prüf Nach! klare Regeln vor: In der Milchwirtschaft sind zum Beispiel jährlich 180 Auslauftage zu gewährleisten, davon mindestens 120 Weidetage.

Die Beurteilung der artgerechten Tierhaltung erfolgt mit dem Tiergerechtheitsindex (TGI) 35 L nach Bartussek. Diese Beurteilung nach TGI-Punkten ist eine anerkannte objektive Methode, um die Tiergerechtheit von Tierhaltungen in der landwirtschaftlichen Praxis messen zu können. Bei Prüf Nach! sind in der Milchviehhaltung mindestens 24 TGI-Punkte zu erbringen.

Standards für die Fütterung

Die Fütterung wirkt sich unmittelbar auf Gesundheit und Wohlergehen der Tiere aus. Prüf Nach! verlangt ausschließlich österreichische Futtermittel und definiert Art, Herstellung und Verabreichung. Die Fütterung muss der Tierart entsprechen, so ist beispielsweise der Weidegang für Wiederkäuer vorgeschrieben. Damit wird das natürliche Fressverhalten der Tiere gefördert. Extraktionsschrote kommen nicht zum Einsatz. Gentechnik ist verboten, ebenso Soja un Sojaprodukte für Futtermittel von Wiederkäuern.

Tiergesundheit

Artgerechte Tierhaltung und Fütterung sind die Basis, damit ein Tier gesund aufwächst und lebt. Zusätzlich müssen die Tiere regelmäßig durch Fachleute untersucht werden. Alle Prüf Nach!-Tierhalter nehmen am Programm des Tiergesundheitsdienstes (TGD) teil. Jährlich beurteilen Tierärzte den Gesundheitszustand der Herde und beraten die Bio-Partner zu Fragen rund um die Haltung, Fütterung und Gesundheitsvorsorge ihrer Tiere.


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