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Werner Lampert » Prüf Nach! » Strenges Qualitätsmanagement » Prozessuales Qualitäsmanagement

DAS PROZESSUALE QUALITÄTSMANAGEMENT

Der Prüf Nach!-Standard definiert die notwendigen Richtlinien, um unsere acht Grundwerte umzusetzen und die höchstmögliche Produktqualität zu erreichen.

Das einzigartige prozessuale Qualitätsmanagement sorgt dafür, das alle Aspekte eines Lebensmittels berücksichtigt und so nachhaltig wie möglich gestaltet werden. Es hat das Ziel, Lebensmittel in ihrem Wert und ihrer Vielfalt zu erhalten.

Die Vitalität und Individualität eines Lebensmittels bewahren

Bis ein Rohstoff zum fertigen Lebensmittel wird, werden viele Prozesse durchlaufen – vom Anbau über die Gewinnung bis hin zur Verarbeitung. Dieser Herstellungsvorgang verändert nicht nur die Zusammensetzung der Lebensmittel, sondern greift auch in weitere Aspekte ein – in die Anordnung und Interaktion der Inhaltsstoffe, in das Natürliche, das Lebendige.

Mit wenigen Ausnahmen ist die landwirtschaftliche Urproduktion darauf ausgerichtet, möglichst uniforme, verarbeitungskonforme Produkte für die industrielle Weiterverarbeitung zu erzeugen. Es werden Sorten und Rassen bevorzugt, die sich an den Marktbedürfnissen orientieren und den Deckungsbeitrag verbessern.

Lebensmittel, die nach den Richtlinien des prozessualen Qualitätsmanagements hergestellt werden, bewahren möglichst viel ihrer natürlichen Zusammensetzung und Struktur. Vitalität und Nährwert bleiben erhalten und das Lebensmittel zeigt seine Individualität und Vielschichtigkeit im Geschmack und Geruch. Nicht nur hohe, sondern auch konstante Qualität bleibt erhalten.

Lebensmittel haben viele Dimensionen

 

Alle Lebensmittel haben als gemeinsamen Ursprung Pflanzen und Tiere, die für die Ernährung gezüchtet, angebaut, gesammelt, gejagt oder gefischt wurden. Jedes Lebewesen interagiert ständig mit seiner Umwelt. Die Reaktionen auf Einflussfaktoren sind extrem vielfältig und spiegeln die Lebensbedingungen wieder. Folgerichtig tragen alle Produkte landwirtschaftlichen Ursprungs in ihrer unverarbeiteten Form die Handschrift des Landwirtes, der Region, des Bodens, der umgebenden Biosphäre und des Klimas.

 

Typische Reaktionen bei Pflanzen sind z.B. die Ausbildung von mehr oder weniger Wurzelmasse je nach Wasserangebot oder von Schutzmechanismen gegen Fressfeinde. Tiere reagieren etwa mit der Bildung von Antikörpern auf Krankheiten. Auch das Angebot an Nahrung hat einen entscheidenden Einfluss – unabhängig, ob Futtermittel bei Tieren oder Bodennährstoffe bei Pflanzen. Selbst Lebewesen mit einer relativ einheitlichen Genetik können sich daher je nach Herkunft stark unterscheiden.

 

Wie wird das prozessuale Qualitätsmanagement umgesetzt?


Betriebe, die eine prozessuale Qualitätssicherung im Sinne von Prüf Nach! einführen, müssen eine wesentliche Frage klären: Welche Technologie und welche Parameter sind am besten geeignet, um den natürlichen Charakter der Rohstoffe und Zutaten zu bewahren? Wie können die sorten- und regionsspezifischen Besonderheiten der Rohstoffe erhalten und die Lebendigkeit und Vielschichtigkeit der sensorischen – mit den Sinnen wahrnehmbaren – Eigenschaften des Lebensmittels gefördert werden?

 

Jeder Partner in der Kette der Herstellung der Lebensmittel muss daher größtmögliche Sorgfalt walten lassen. Fehler bei Rohstoffen und Halbfertigprodukten dürfen nicht – wie in der derzeit gängigen Praxis – durch technologische oder Rezepturmaßnahmen im Nachhinein ausgeglichen werden. Dies erfordert eine enge Abstimmung aller beteiligten Partner und eine hohe Reife im Umgang mit Lebensmitteln. Denn Lebensmittel sind nicht nur einfach Mittel zur Ernährung, sondern stellen ein komplexes Zusammenspiel von lebenden, chemischen und physikalischen Faktoren dar.


Zu den acht Grundwerten