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Biolandbau in Entwicklungsländer - Projekt Kamerun

Biolandbau darf auch vor Entwicklungsländern nicht Halt machen und muss vor allem praktisch, angepasst, billig und schnell realisierbar sein. Mit dieser Überzeugung starteten die österreichischen Biobauern Mag. Alfons Piatti und Peter Krischke mit Unterstützung der Werner Lampert Beratungsges.m.b.H im Jahr 2010, gemeinsam mit der Frauenkooperative BAWUFAG, die Initiative „Kompost für Kamerun“.

Hoffnung für die Zukunft -  „Kompost statt Kunstdünger“
Aus Angst vor Missernten investieren viele Bäuerinnen in Nordwest Kamerun ihr letztes Geld in genetisch verändertes Saatgut und in chemisch-synthetische Düngemittel. Die Frauen wissen, dass sie dadurch die Bodenfruchtbarkeit und ihre eigene Gesundheit langfristig schädigen. Daher macht sich die Frauenkooperation BAWUFAG im Nordwesten Kameruns für ökologische Landwirtschaft stark. Anstelle von Chemie möchten sie auf ihren Feldern in der Region rund um Bamenda Kompost einsetzen.
Der Wechsel von chemisch-synthetischen Düngemitteln hin zum Biolandbau mit Kompostwirtschaft trägt nicht nur zum Erhalt des traditionellen Saatgutes und zur Schonung des Bodens sowie des Grundwassers bei, sondern bringt den Bäuerinnen auch (wirtschaftliche) Unabhängigkeit und Selbstbestimmung und wirkt zudem der zunehmenden Landflucht entgegen. Darüber hinaus gibt die Kompostwirtschaft den Bäuerinnen Hoffnung für die Zukunft.

Co-Developement als Schlüssel zum Erfolg
Der Kontaktaufbau zwischen den Projektinitiatoren Alfons Piatti und Peter Krischke und der Universität Dschang in Kamerun sowie das Zusammenbringen von Universitätswissen mit praxisnahen Erfahrungen der afrikanischen Bäuerinnen boten die Grundlage für eine erfolgreiche Projektumsetzung.
Ein Grundsatz des Projektes „Kompost für Kamerun“ ist es, nicht zu belehren, sondern voneinander zu lernen und gemeinsam an der erfolgreichen Umsetzung zu arbeiten.

Der österreichische Biolandbau als Beispielgeber
Unter Mithilfe und praxisnaher Erfahrung österreichischer Bio-Landwirte & -wirtinnen und eines Professors der dortigen Universität für Landbau, versuchen die Bäuerinnen nun in Kamerun die Bodenfruchtbarkeit ihrer Felder nachhaltig und ökologisch zu verbessern, nachhaltige Kreislaufwirtschaft in Gang zu setzen und damit autonom zu werden.
Notwendige Investitionen
Um das Projekt zu verwirklichen, sind umfangreiche Investitionen nötig: die primären Bemühungen gehen dahin, traditionelles Saatgut und Pflanzengut zu selektionieren und zu vermehren bzw. die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Das Projekt sieht die Unterstützung beim Ankauf eines Demonstrationsfeldes, welches biologisch bewirtschaftet wird sowie die Hilfe bei der Zertifizierung der Produkte (Bio-Produkte für den heimischen Markt) vor.

Der richtige Weg
Die Kompostwirtschaft soll nicht nur die Bodenqualität verbessern, sondern bringt auch einen Mehrertrag durch bessere Fruchtbarkeit. Darüber hinaus müssen unbehandelte Früchte vor dem Verzehr nicht gewaschen werden, denn Wasser ist in weiten Teilen Kameruns während der Trockenzeit ohnehin Mangelware. Das Arbeiten im Einklang zeigt bereits erste Erfolge und wurde von den Frauen gut angenommen wurde und hebt zudem ihr Selbstwertgefühl.
Bisher ist erwiesen, dass dieser Kompostaufbereitung zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit beigetragen hat. Durch den daraus resultierenden Mehrertrag bei der Ernte könne sich die Bauernfamilien ausreichend ernähren und zusätzlich Produkte am lokalen Marlt verkaufen.
Mehr als 90 Prozent der afrikanischen Bevölkerung sind von der Landwirtschaft abhängig, darum ist es besonders wichtig, dieses Projekt weiter zu fördern und den Frauen in Afrika eine Zukunftsperspektive zu bieten.


„Kompost für Kamerun“ ist eine Initiative von Alfons Piatti, Peter Krischke, Nikoluas Krischke und Bernhard Österreicher mit der Unterstützung von PUR - AUSTRIAN ORGANIC PRODUCTS, dem LEBENSMINISTERIUM (BMfLFUW), BAF - Biologische Wirtschaftende Ackerbaubetriebe, ROTARY Mistelbach, BIO AUSTRIA, LANDESREGIERUNG NÖ, LAGERHAUS, WERNER LAMPERT sowie privaten Förderern.

Wenn auch Sie  das Projekt „Kompost für Kamerun“ unterstützen möchten finden Sie hier weitere Informationen.