Sprache auswählen: DE | EN
logo
Werner Lampert » Wer ist Werner Lampert? » Zum Nachlesen » Zitate

ZITATE VON WERNER LAMPERT

Das heutige Bio

„Den wenigsten ist bewusst, dass sich die biologische Landwirtschaft methodisch immer mehr der konventionellen Landwirtschaft annähert. Das Kernprinzip –  ‚Wir düngen nicht die Pflanze, wir bauen die Humusqualität auf‘ – wird immer mehr zurückgedrängt. Zum Düngen wird alles Mögliche eingesetzt, von schnell löslichem Stickstoff über Knochenmehl bis zu Abfallprodukten aus der Penizillinerzeugung. Und die Konsumenten glauben, sie kaufen biologisches Gemüse.“

Ernährungssouveränität

„Wir haben die Zukunft in der Hand, wir können sie noch selbst gestalten und Ernährungssouveränität für dieses Land schaffen. Das ist Arbeit mit positiven Kräften. Menschen sind immer auf eine positive Entwicklung angelegt. Mit diesem Wissen gehe ich an meine Arbeit heran.“

Industrielle Landwirtschaft

„Wie die EU die Landwirtschaft in den letzten 15 Jahren entwickelt hat, ist unglaublich: sie hat sie vollkommen in die Industrialisierung hineingetrieben. In Österreich haben wir vielleicht noch keine industrialisierte Landwirtschaft, aber wir betreiben sowohl die konventionelle als auch biologischen Landwirtschaft von der Methode her industriell.“

Krisen

„Menschen entwickeln sich in einer Krise weiter. Wenn in der Wissenschaft Erkenntnisse nicht falsifiziert werden können, haben sie keinen Bestand. Das heißt, aus unserer Fehlbarkeit, unserem Unvermögen entwickeln wir uns dann auch wieder weiter.“

Landwirtschaftliche Wende

„Es muss zu einer landwirtschaftlichen Wende kommen. Die Abhängigkeit von Öl ist gigantisch und wir sind vollkommen abhängig von Zulieferungen aus der dritten Welt. Die Tierproduktion ist ohne Proteinfutter aus Südamerika undenkbar. Die ganzen Pestizide, all diese Verrücktheiten der Leistungsgesellschaft in der Produktion von Lebensmitteln, leben durch Zufuhr von außen und hier vor allem von Bestandteilen, wo es mittelfristig sehr eng wird.“

Moral

„Man kann mit unmoralischem und unethischem Umgang mit Menschen und der Umwelt nicht langfristig Gewinne erzielen. Transparenz ist enorm wichtig. Ethische Verantwortung bedeutet, sich einzulassen auf das, was man tut, zu wissen, was man macht und es den Konsumentinnen und Konsumenten auch offenzulegen.“

Nachhaltigkeit

„Wenn man in der Wirtschaft tätig ist, muss man etwas machen, was die Menschen brauchen und was in die Zukunft führt. In dieses furchtbare Wort Nachhaltigkeit, wo alles hineingepackt wird und doch nichts drinnen ist, haben wir Leben reingebracht. Wir praktizieren Nachhaltigkeit für jeden Menschen und jedes Lebensmittel auf eine sehr lebendige Art und Weise. Was wir tun, tun wir mit Verantwortung für die Leute, die unsere Produkte kaufen.“

Qualität

„Wir entwickeln unsere Arbeit ständig weiter. Qualitätssicherung und Produktentwicklung sind der Motor des Unternehmens. Ein wesentlicher Teil unseres Erfolges ist, dass unsere Produkte nicht nur eine herausragende Qualität haben, sondern auch extrem gut schmecken. Da gehört Erfahrung dazu. Ich koste unsere Lebensmittel laufend, mische mich täglich in die Produktion ein.“

Scheitern

„Ich kenne keine Angst vor dem Scheitern. Menschen, die nie gescheitert sind, werden es im Leben zu nichts bringen. Es geht nicht nur darum, geschäftliche Ziele zu erreichen, sondern auch die Persönlichkeit entwickeln. Dazu musst du auch einmal hart aufschlagen. Ich bin ein paar Mal gescheitert, und jedes Scheitern hat mich im Leben enorm weitergebracht. Wenn man Kinder erzieht ist die wichtigste Aufgabe, ihnen Mut zu machen, dass man auch scheitern darf."

Verantwortung

„Viele gehen heute in der Wirtschaft vollkommen rücksichtslos vor. Privat zeigen diese Leute große Verantwortung, machen soziale Projekte in aller Welt. Doch das Wirtschaftsleben bleibt von Verantwortung total ausgeklammert. Das ist das Problem der heutigen Zeit. Wir erleben uns nicht als ganzen Menschen, sondern als Menschen mit unterschiedlichen Funktionen.“

Versorgungssicherheit

„Mein Ziel war immer, ein Modell zu entwickeln, mit dem eine langfristige Versorgungssicherheit gegeben ist. Das lässt sich nicht mit EU-Fördermitteln oder mit der Politik zustande bringen – das können nur private Initiativen. Die Politik hat ja keine langfristigen Konzepte, Politiker wollen in vier Jahren wiedergewählt werden.“

Zurück zum Ursprung

„Das Projekt ist die Umsetzung der Idee, bei der Qualität noch einen Sprung zu machen. Wie sollen Lebensmittel produziert werden? Woher sollen sie kommen? Was sind die Herausforderungen der Zukunft? Diese Fragen wollte ich beantworten. In jeder Phase von ‚Zurück zum Ursprung‘ wusste ich: Das ist der richtige Weg, den muss man gehen. Ich weiß, wie die Landwirtschaft funktioniert und kenne den Wahnsinn dahinter. Aus diesem Wissen heraus habe ich dieses Projekt entwickelt. Es war sehr schwierig, andere davon zu überzeugen. Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar – aber keiner will sie hören.“